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Gefährliche Mobilität im Werttransportbereich

Werttransporter sind gepanzerte Fahrzeuge, welche besonders wertvolle Güter für verschiedene Auftraggeber transportieren. Ein sehr bekanntes Unternehmen ist beispielsweise Prosegur. Trotz ihrer Mobilität muss ein hoher Sicherheitsstandard erfüllt sein. In den meisten Fällen sind diese Fahrzeuge mit Bargeld unterwegs, welchen von Kaufhäusern oder größeren Geschäften zur Bank transportiert werden. Die Unternehmen befördern für ihre Kunden auch Wertgegenstände, wie wichtige Akten oder Datenträger. Auch für Juweliere sind die gepanzerten Fahrzeuge mit Goldbeständen unterwegs. Im Rahmen der Mobilität sind Werttransporter ein lohnenswertes Ziel für Überfälle. Trotz der hohen Sicherheit ist es für Ganoven leichter an den Inhalt im Fahrzeug zu kommen, als den Safe in einer Bank zu knacken.

Die Fahrzeuge sind ständig über GPS mit der Zentrale verbunden. Die Mobilität von jedem einzelnen Transporter wird ständig überwacht und bei Unstimmigkeiten kann umgehend die Polizei verständigt werden. Im Bereich der Mobilität wird ebenfalls etwas getan, damit Überfälle erschwert werden. So bekommen die Fahrer erst kurzfristig den Auftrag und die Fahrtroute genannt. Täglich sind die Fahrzeuge auf einer anderen Strecke unterwegs und die Transportzeiten werden ständig geändert. Neben Banken setzen auch vermehrt Altgold Unternehmen wie Goldkauf 123 auf diese Anbieter. Neulich konnte ich beobachten wie ein Werttransport in der Filiale von Goldkauf 123 etwas abgeholt hat.


Jobs im Bereich Werttransporte stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter

Trotzdem gibt es Fälle, wo ein Geldtransport überfallen wurde. Wie sich bei den Ermittlungen durch die Polizei fast immer herausstellte, war für dieses Vorgehen Insiderwissen notwendig. Besonders wichtig ist für die Räuber der Zeitpunkt, wo aus dem Fahrzeug besonders viel Geld oder Wertgegenstände zu holen sind.


Beispiel für einen Geldtransportüberfall

Die Mobilität von Gefahrguttransportern ist ein weiterer Bereich, welcher mit großer Gefahr verbunden ist. Bei diesen Fahrzeugen ist es Vorschrift, dass über ein Schild erkennbar ist, welche gefährlichen Stoffe transportiert werden. Besonders für die Feuerwehr sind diese Informationen wichtig, damit bei einem Unfall mit dem richtigen Löschmittel gearbeitet wird. Endet die Mobilität von einem Gefahrguttransporter im Straßengraben, so kann beispielsweise eine Flüssigkeit an Bord sein, welche nicht mit Wasser in Berührung kommen darf. Diese Informationen müssen die Kameraden der Feuerwehr wissen, bevor sie mit den Arbeiten am Lkw beginnen. Im Rahmen ihrer Mobilität müssen Gefahrguttransporter auch verschiedene Einschränkungen hinnehmen. So sind bestimmte Straßen, welche durch ein Naturschutzgebiet verlaufen, für einige gefährliche Güter gesperrt. Auch verschiedene Tunnel dürfen aus Sicherheitsgründen von diesen Fahrzeugen nicht befahren werden. In einem Tunnelbeschränkungscode sind die Gefahrenklassen festgelegt, welche das Durchfahren erlauben oder verbieten. Einige Tunnel dürfen nur zu bestimmten Zeiten mit einem Gefahrguttransporter befahren werden. Die Freigabe besteht meistens in den Nachtstunden, wo weniger Autos auf den Autobahnen unterwegs sind. Die Fahrzeiten müssen auf diese Freigaben abgestimmt sein, möchte man keinen großen Umweg fahren.

Die Mobilität hat auch seine Schattenseiten. Unfälle mit Transportern, welche mit einer gefährlichen Ladung unterwegs sind, haben manchmal verheerende Folgen. Brände in Tunneln haben in der Vergangenheit schon viele Tode gekostet. Auch Zusammenstöße von Tanklastwagen an Bahnübergängen war der Auslöser von großen Brandkatastrophen. Aufgrund des Gefährdungspotenzials gibt es für den Bau, den Transport bis zur Schulung der Fahrer strenge Auflagen.

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